Verhalten vor dem Flutereignis

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Erstellen Sie einen Notfallplan für den Ernstfall
  • Bleiben Sie bei einem drohenden Flutereignis informiert
  • Nutzen Sie die Vorwarnzeit, um sich, ihr Gebäude und Wertgegenstände bestmöglich zu schützen

Das Wichtigste in Kürze

Außenwände müssen nach einem Flutereignis gründlich getrocknet werden.

Je nach Intensität des Flutereignisses muss die Trocknung durch Fachfirmen bzw. mittelsspezieller Trocknungsgeräte unterstützt werden.

Dämmmaterialien und Holzwerkstoffe sind besonders anfällig gegenüber Durchfeuchtung.

Bei einer Sanierung sollte eine hochwasserangepasste Bauweise gewählt werden

Der Zeitraum zwischen der Entstehung und dem Eintreffen eines Hochwassers – die sogenannte Vorwarnzeit – ist bei Starkregen oder Hochwasser von kleinen Gewässern sehr kurz. Bei größeren Gewässern kann dagegen meist einige Stunden bis Tage vor Eintreten des Hochwassers gewarnt werden.

Um die bestehende Vorwarnzeit möglichst effizient zu nutzen, sollte ein Ablaufplan mit den erforderlichen Handlungen zum Schutz von Personen und besonders schützenswerten Gütern erstellt werden. Als Planungsgrundlage können die Empfehlungen zu Vorsorge und Verhalten bei Hochwasser des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herangezogen werden. Hilfreich ist auch die Checkliste für Notfälle und Katastrophen.

© pixabay/Yong

  • Bei einem drohenden Überflutungsereignis sollten Sie folgende Hinweise beachten:
  • Informieren Sie sich, bleiben Sie auf dem Laufenden.
  • Bleiben Sie ruhig und handeln Sie nach Ihrem Notfallplan.
  • Halten Sie Ihr Notfallgepäck bereit.
  • Legen Sie einen Vorrat mit sauberem Trinkwasser an.
  • Laden Sie Ihr Mobiltelefon auf.
  • Entfernen Sie Fahrzeuge aus gefährdeten Gebieten und parken Sie diese in ungefährdeten Gebieten.
  • Schließen Sie die Rückstauklappe.
  • Schalten Sie für die von Überflutung betroffenen Bereiche Strom und Heizung ab.
  • Dichten Sie gefährdete Türen, Fenster und Abflussöffnungen ab, idealerweise mit mobilen Hochwasserschutzsystemen, alternativ mit Sandsäcken oder Schalbrettern.
  • Um im Ernstfall handlungsfähig zu sein, sollten Sie bereits im Vorfeld folgende Punkte klären:
  • Sind Sie gegen Schäden durch Hochwasser und Starkregen versichert oder haben Sie finanzielle Rücklagen?
  • Haben Sie einen persönlichen Notfallplan zur Sicherung der Menschen, Tiere und Sachwerte in Ihrem Haushalt?
  • Wer kann helfen, wenn Sie auf der Arbeit oder im Urlaub sind?
  • Ist Ihr Haus oder Ihre Wohnung geschützt gegen Hochwasser?
  • Ist Ihr Gebäude vor Rückstau aus der Kanalisation geschützt und ist die Funktionsfähigkeit gewährleistet?
  • Bewahren Sie wichtige Dokumente und Sachwerte außerhalb der Kellerräume auf?
  • Sind gefährdende Stoffe (Benzin, Lacke, Pflanzenschutzmittel, Heizöltanks) so gelagert, dass sie von Hochwasser nicht erreicht werden können?
  • Haben Sie die „WarnWetter-App“ des DWD und die App „Meine Pegel“ der LUBW auf Ihrem Handy installiert?

Weitere Informationen zur Hochwasservorsorge finden Sie in der Broschüre Kompaktinformation Private Eigenvorsorge zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen der Klimaschutz und Energieagentur Baden Württemberg GmbH oder auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Weitere Informationen zur Hochwasservorsorge finden Sie in der Broschüre Kompaktinformation Private Eigenvorsorge zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen der Klimaschutz und Energieagentur Baden Württemberg GmbH oder auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.